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Stand 04/2007

Das Gessental mit "Teufelskanzel"
Das Gessental erstreckt sich in etwa 7 km Länge vom westlichen Stadtrand Ronneburgs bis zu dem Vorort Gera - Pforten. Es ist gleichnamig mit dem ehemaligen Dorf Gessen, das mit Beginn des Uranabbaues liquidiert wurde und dem durch das Tal fließenden Gessenbach. Dieser nahm ursprünglich seinen Ausgang auf sumpfigen Wiesen nordöstlich von Raitzhain, die jedoch im Verlaufe der letzten Jahrzehnte trockengelegt wurden. Über den Raitzhainer Teich, entlang am neuen Teich und Baderteich führt der Bach (innerhalb des Stadtgebietes "Welzebach" und "Badergraben") vorbei am Ronneburger Schloß ins Gessental und mündet schließlich in die Weiße Elster. Vor Aufnahme des Bergbaubetriebes speiste das klare Wasser des Zellbaches den Gessenbach, der früher Lebensraum für Bachforelle, Elritze, Laubfrosch u.a. Getier war. Seit Beginn des Erzbergbaues und auch durch die zunehmende Industriealisierung hat der Grad der Verschmutzung stark zugenommen.

Die Bahnlinie Glauchau - Gera führte bis zum Jahre 1966 durch das gesamte Gessental. Nachdem es infolge bergbaulicher Tätigkeit zwischen Ronneburg und der Haltestelle Gera - Kaimberg zu einem Haldenrutsch kam, mußte die Strecke zwischen Ronneburg und Gera - Kaimberg umverlegt werden. Am Eingang des Gessentals wurde ein Damm quer zum Tal aufgeschüttet.
Gesseltal
Die Öffnung des Bahndammes und die Trassenführung der Bahn über eine neue Eisenbahnbrücke erfolgt im Jahr 2004 im Rahmen der BUGA 2007.

Unterhalb der Ortschaft Grobsdorf findet man das Tal so vor, wie es vor Beginn des Erzbergbaues beschaffen war.
Im früheren Gessental standen entlang des Gessenbaches 5 Mühlen, und zwar beginnend aus Richtung Ronneburg die Steinmühle, Mittelmühle, Zweifelsmühle, Gessenmühle und Collismühle, von denen als Gebäude nur noch die Collismühle steht.
Die Wasserräder sind leider nicht mehr erhalten geblieben. Die Zweifelsmühle und Gessenmühle mußten dem Bergbau weichen, ebenso wie die in einem Seitenausläufer des Gessentales liegende Talmühle bei Gessen. Sie war neben der "Teufelskanzel" ein beliebtes Ausflugsziel mit Gastwirtschaft und Gondelstation.
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