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Stand 04/2007 |
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| Der "Gambrinus" |
| Eine der ältesten Gaststätten Ronneburgs, der "Gambrinus" befindet
sich in zentraler Lage des Marktes gegenüber dem Rathaus der
Stadt. Auf einem Ziegel des vor mehreren Jahren umgebauten Gebäudes
stand die Jahreszahl 1603. |
| Ob es die Jahreszahl der Erbauung des "Gambrinus" ist,
vermag niemand zu sagen, wenn gleich die Akte vom 29.10.1766 aussagt,
daß "anno
1662 ehedem ein Gasthof zum "Schwarzen Bär" genannt,
wirklich all hier existiert, die Gastgerechtigkeit aber wegen damaliger
schlechter Kriegszustände aufgegeben und das Zeichen (schwarzer
Bär, d.V. ) abgerissen wurde". |
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| Aus diesem Schriftstück ist ersichtlich,
dass das Schicksal des "Schwarzen Bär" eng mit dem
der Stadt verbunden war. Zunächst war es der Dreißigjährige
Krieg, der seine Schrecken über die Stadt ausbreitete. Am
1.8.1665 legte eine große Feuerbrunst die Stadt in Schutt
und Asche, vermutlich auch den "Schwarzen Bär".
Das Jahr 1766 brachte einen Aufschwung des Mineralbades, da im
gleichen Jahr die Urquelle neu entdeckt wurde und Bade- bzw. Kurgäste
aus allen Himmelsrichtungen nach Ronneburg kamen. Der Zeugmacher
Johann Michael Arnold erhielt von der Herzoglichen Regierung in
Altenburg das Gastrecht für den "Schwarzen Bär".
Die damals erteilte Konzession lautete: "Aufnahme reisender
Leute zu Wagen und zu Pferd, beherbergen mit aller zu einer Gastierung
gehörigen Notdurft versorgen." 1870 übernahm der
Baumeister Karl Barthold die Bewirtschaftung des "Schwarzen
Bär". Er war es, der im gleichen Jahr der Gaststätte
den Namen "Gambrinus" gab. Im Jahr 1936 kam bei Renovierungsarbeiten
der herrliche Fachwerkbau wieder zum Vorschein, der in Ronneburg
einmalig ist. Heute wird dieses historische Gebäude nicht
nur als Gaststätte, sondern auch als Hotel genutzt. |
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